Lebenslang Lückenlos


Was kostet der Zahnersatz?
Wenn gesetzlich Versicherte Zahnersatz benötigen, erstellt ihr Zahnarzt zunächst einen Heil- und Kostenplan. Er ist für den Patienten nicht leicht zu entschlüsseln. Im Heil- und Kostenplan dokumentiert der Zahnarzt die zuvor mit Ihnen besprochene Behandlung und die voraussichtlichen Kosten. Der Plan muss vor Beginn der Behandlung der Krankenkasse vorgelegt werden – auf seiner Grundlage entscheidet die Kasse, wie hoch ihr Zuschuss zum Zahnersatz ausfällt. In das vorgegebene Formular trägt der Zahnarzt alle Angaben ein, die für die Abrechnung mit der Krankenkasse nötig sind. Es ist in fünf Abschnitte unterteilt.

1. Befund/Behandlungsplan
Der erste Abschnitt zeigt ein Zahnschema: Jede Zahl markiert einen Zahn (Nummer 11 ist zum Beispiel aus Patientensicht der mittlere Schneidezahn oben rechts, Nummer 23 der Eckzahn oben links). In das Schema trägt der Zahnarzt den Befund und die dafür vom Gesetzgeber vorgesehene Regelversorgung ein – das ist die Behandlung, die beim vorliegenden Befund als Standardtherapie festgelegt wurde. Falls zusätzliche oder andere Leistungen als die RegelversorRegelversorgung geplant sind, setzt der Zahnarzt bei den zu behandelnden Zähnen ein entsprechendes Kürzel. Was die einzelnen Kürzel bedeuten, wird auf dem Formular unter der Überschrift „Erläuterungen“ erklärt.

2. Befunde für Festzuschüsse
Der Festzuschuss der Krankenkasse richtet sich nach dem Befund und der ihm zugeordneten Regelversorgung. Im Abschnitt II nennt der Zahnarzt alle Befund Nummern – nach der Überprüfung seiner Angaben setzt die Kasse ihren Zuschuss fest.

3. Kostenplanung
Hier bekommen Sie einen Überblick über die voraussichtlichen Gesamtkosten. Sie setzen sich aus dem zahnärztlichen Honorar sowie den Material- und Laborkosten zusammen. Leistungen im Rahmen der Regelversorgung rechnet der Zahnarzt nach BEMA ab (Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen). Wünschen Sie darüber hinaus zusätzliche Leistungen, muss der Zahnarzt diese privat nach der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) in Rechnung stellen. Die jeweiligen Beträge trägt er in der entsprechenden Spalte ein. Bitte beachten Sie: Bei Erstellung des Heil- und Kostenplans können die Kosten nur nach Erfahrungswert geschätzt werden. Der tatsächliche Betrag kann später etwas höher (aber auch niedriger) ausfallen – je nachdem, wie aufwändig sich die Arbeiten in Ihrem individuellen Fall gestalten. Bei größeren Änderungen in der Therapieplanung ist eine erneute Prüfung durch die Krankenkasse nötig.

4. Zuschussfestsetzung
Hier trägt die Kasse die von ihr gewährten Festzuschüsse ein. Der Betrag hängt auch davon ab, ob Ihnen ein Bonusanspruch zusteht: Haben Sie das Bonusheft fünf Jahre lückenlos geführt, erhöht sich Ihr Zuschuss um 20 Prozent, nach zehn Jahren um 30 Prozent – das Bonusheft ist also bares Geld wert. Die Zusage der Kasse gilt ein halbes Jahr; innerhalb dieser Frist muss der Zahnersatz eingegliedert sein.

5. Rechnungsbeträge
Nach Abschluss der Behandlung trägt der Zahnarzt hier den tatsächlichen Rechnungsbetrag ein. Mit seiner Unterschrift bestätigt er, dass der Zahnersatz in der vorgesehenen Weise eingesetzt wurde.

Sind noch Fragen offen?
Der Heil- und Kostenplan ist das Resultat einer gemeinsamen Entscheidung von Patient und Zahnarzt. Falls dennoch etwas unklar bleibt, scheuen Sie sich bitte nicht, Ihren Zahnarzt zu fragen.
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Elektrisch, praktisch, gut!

Bequemer putzen mit Strom – elektrische Zahnbürsten erleichtern die Mundhygiene. Aber auch für sie gilt: Eine gute und schonende Reinigung gelingt nur mit der richtigen Putztechnik.

Zahlreiche Studien belegen, dass elektrische Zahnbürsten besser putzen als die klassische Handzahnbürste: Sie entfernen mehr bakterielle Beläge und verringern außerdem das Risiko für Zahnfleischentzündungen. Diese Vorteile ergeben sich allerdings nur bei korrekter Anwendung. Und das bedeutet: Auch mit einer elektrischen Bürste müssen Sie ausreichend lange und systematisch putzen. Wer bisher manuell geputzt hat, muss sich ein wenig umstellen. Die wichtigste Devise lautet: Nicht fest aufdrücken! Zu viel Druck könnte Zahnfleisch und Zähne schädigen. Viele elektrische Bürsten sind deshalb mit Sensoren zur Druckkontrolle ausgestattet, die Sie warnen, falls Sie die Borsten zu stark auf die Zähne pressen. Schrubben Sie nicht, auch kreisende Bewegungen sind nicht erforderlich. Überlassen Sie einfach Ihrer elektrischen Zahnbürste die Putzarbeit, führen Sie die Borsten nur an den Zähnen entlang.

Auch elektrisches Putzen braucht Zeit
Genauso wie bei der Handzahnbürste gilt bei der Verwendung einer elektrischen Zahnbürste: Putzen Sie morgens und abends jeweils mindestens zwei Minuten. Die meisten Geräte helfen Ihnen dabei, die empfohlene Putzzeit einzuhalten – zum Beispiel durch kurze „Aussetzer“. Sie erfolgen in der Regel nach jeweils 30 Sekunden. Das ist die Zeit, die man minimal benötigt, um ein Viertel der Zähne zu reinigen. Zahnärzte teilen das Gebiss in vier Quadranten ein: oben links, oben rechts, unten rechts, unten links. Am besten putzen Sie systematisch einen Quadranten nach dem anderen. Verwenden Sie fluoridhaltige Zahncremes, eine gut erbsengroße Menge genügt. Damit die Zahnpasta überall hinkommt, sollten Sie diese zunächst grob mit noch ausgeschalteter Bürste über alle Gebissbereiche verteilen. Erst danach anschalten und den eigentlichen Putzvorgang starten. Achten Sie darauf, alle Zahnoberflächen zu erreichen – setzen Sie die Bürste eventuell hochkant auf, um die Innenseiten vorn gut reinigen zu können.

Rotierend oder vibrierend?
Im Detail hängt die richtige Putztechnik von der Art Ihrer Zahnbürste ab. Zwei Technologien dominieren den Markt: zum einen die Geräte mit oszillierendrotierenden Borsten (erkennbar am kleinen, runden Bürstenkopf) und zum anderen die Schallzahnbürsten (erkennbar am größeren, länglichen Bürstenkopf). Wer ein oszillierend-rotierendes Modell benutzt, muss jeden Zahn einzeln einige Sekunden lang putzen. Dazu die Borsten gerade am Zahnfleischrand aufsetzen, dann den Bürstenkopf an der Zahnreihe entlangführen und dabei den Rundungen der Zähne folgen – den Bürstenkopf also leicht in die Zwischenräume schwenken. Die Borsten auch an den Kauflächen senkrecht aufsetzen. Verwender einer Schallzahnbürste setzen das längliche Borstenfeld schräg am Zahnfleischsaum auf, in einem Winkel von ca. 45 Grad. Etwa die Hälfte der Borsten sollte dabei auf dem Zahnfleisch liegen. Dann auf der Stelle einige Sekunden verweilen, damit die vibrierenden Borsten den Zahnbelag lockern. Anschließend durch eine leichte Drehung zur Zahnoberseite hin auswischen. Nicht schrubben!

Quelle: http://www.lueckenlos.info